Jedes Screening-Ergebnis in EAB ist ein unveränderlicher Record: versiegelt mit dem CELEX-Snapshot der Rechtsquelle, dem Zeitstempel der Freigabe und der Identität des Supervisors. Kein nachträgliches Anpassen, kein stilles Überschreiben.
Wenn das Gesetz sich ändert und ein Re-Screening erforderlich wird, entsteht ein neuer Record — der alte bleibt vollständig erhalten. Die Screening-Historie ist die Compliance-Geschichte des Systems.
EAB erfasst die exakte Version der Rechtsquelle (CELEX 32024R1689 und ggf. delegierte Verordnungen), auf deren Basis das Screening durchgeführt wurde. Wenn das Gesetz später geändert wird, ist dokumentiert, welche Version zum Zeitpunkt der Entscheidung galt.
Das Art. 5 Review-Ergebnis — Bewertung jeder Verbotskategorie gegen das Systemprofil — wird vor Beginn der Klassifizierung versiegelt. Kein nachträgliches Ändern des Prüfungsergebnisses ohne neues Screening.
Das Klassifizierungsergebnis (Risikoniveau, anwendbare Anhänge, abgeleiteter Pflichtensatz) wird mit dem vollständigen Analyse-Pfad gespeichert — welche Kriterien erfüllt wurden, welche nicht, und wie EAB zu dem Ergebnis kam.
Die Supervisor-Freigabe wird mit Benutzeridentität, Zeitstempel und ggf. Override-Begründung im Record gespeichert. Jeder Record hat genau einen verantwortlichen Supervisor — keine kollektive Anonymität.
Wenn der Supervisor das EAB-Analyseergebnis übersteuert, wird der Override mit seiner Identität, dem Datum und der angegebenen Begründung im Record versiegelt. Kein Override ist unsichtbar — auch rückwirkend nicht.
Prüfer und Supervisoren können den Zustand eines Systems zu einem beliebigen historischen Datum abfragen — welcher Record galt am 15. März, welches Risikoniveau hatte das System vor dem letzten Re-Screening? Die Antwort ist immer zugänglich.
EAB erkennt, dass der bestehende Screening-Record nicht mehr zur aktuellen Rechtsgrundlage oder zum aktuellen Systemprofil passt. Das System wird in die Re-Screening-Queue eingestellt — der aktuelle Record bleibt unverändert aktiv.
Der Supervisor öffnet eine neue Screening-Sitzung für das System. Diese Sitzung referenziert den aktuellen CELEX-Stand und das aktualisierte Systemprofil. Der Vorgänger-Record ist weiterhin sichtbar — als historische Referenz, nicht als editierbares Dokument.
Nach Abschluss und Freigabe des Re-Screenings wird ein neuer Record versiegelt — mit neuem Zeitstempel, neuer Rechtsquelle, neuem Klassifizierungsergebnis. Der ursprüngliche Record bleibt vollständig erhalten und über die Zeitpunkt-Abfrage zugänglich.
Das System hat jetzt eine lückenlose Screening-Geschichte: erstes Screening, Re-Screenings, alle Rechtsquellen-Versionen, alle Supervisor-Entscheidungen. Wenn ein Prüfer drei Jahre später fragt, wie ein System 2024 klassifiziert war — der Record ist da.
Jede Klassifizierungsentscheidung eingefroren. Jede Rechtsquelle dokumentiert. Jeder Supervisor benannt. Die Compliance-Geschichte eines Systems ist unmanipulierbar.
EU-gehostet · Verankert in CELEX 32024R1689
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