EU AI Act · Art. 6 — Systemklassifizierung

Klassifizierungs-Assistent — geführte Klassifizierung nach EU AI Act.

Die KI-Systemklassifizierung nach EU AI Act ist keine Frage, die man aus dem Bauch heraus beantwortet. Der EAB-Assistent führt strukturiert durch die relevanten Artikel und Anhänge — und produziert eine begründete, verteidigbare Klassifizierung.

Kein Freitext. Kein Interpretieren der Verordnung allein. Der Assistent stellt die richtigen Fragen in der richtigen Reihenfolge — und das Ergebnis ist ein dokumentierter, durch einen Supervisor freigebbarer Klassifizierungsrecord.

Geführte Artikel-Prüfung Anhang I & III Abdeckung Supervisor-Freigabe
Klassifizierungsergebnis enthält
Risikoklasse (verboten / hoch / begrenzt / minimal)
Anwendbarer Anhang (I, III oder keiner)
Akteursrolle (Anbieter / Betreiber / Importeur / Händler)
Begründung mit Artikel-Verweis
Rechtsversion-Snapshot (CELEX-ID)
Supervisor-Freigabe-Record
Der Klassifizierungsprozess

Fünf Schritte zur verteidigbaren Klassifizierung.

1
Art. 5 — Verbotene Praktiken

Verbotskategorien zuerst prüfen

Der Assistent beginnt mit der Prüfung aller sieben verbotenen Praktiken des Art. 5. Wenn eine Kategorie zutrifft, stoppt der Flow — und der Record dokumentiert die Prüfung. Wenn keine Kategorie zutrifft, wird das ebenfalls dokumentiert. Der Art. 5-Check ist immer der erste Schritt.

2
Art. 6 & Anhang I

Hochrisiko-Prüfung nach Art. 6 Abs. 1

Das System wird gegen Anhang I geprüft: Ist es ein Sicherheitsbauteil eines Produkts, das einer Unionsharmonisierungsrechtsvorschrift unterliegt? Der Assistent führt durch die relevanten Produktkategorien — strukturiert, mit Artikel-Verweis.

3
Art. 6 & Anhang III

Hochrisiko-Prüfung nach Art. 6 Abs. 2

Das System wird gegen die acht Kategorien des Anhang III geprüft: biometrische Identifizierung, kritische Infrastruktur, Bildung, Beschäftigung, wesentliche Dienstleistungen, Strafverfolgung, Migration, Justiz. Für jede Kategorie wird strukturiert bewertet, ob das System darunter fällt.

4
Art. 50 — Begrenztes Risiko

Transparenzpflichten bei begrenztem Risiko

Wenn das System weder verboten noch Hochrisiko ist, prüft der Assistent Art. 50: Chatbots, Deepfakes und ähnliche Systeme mit begrenztem Risiko tragen primär Transparenzpflichten. Das Ergebnis ist eine klare Klassifizierung — keine Grauzone ohne Begründung.

5
Supervisor-Freigabe

Klassifizierung durch Supervisor freigeben und versiegeln

Der Compliance-Supervisor prüft das Klassifizierungsergebnis, die Begründung und den Artikel-Verweis. Er kann das Ergebnis bestätigen oder mit Begründung übersteuern. Die Freigabe versiegelt die Klassifizierung und aktiviert den Pflichtensatz automatisch.

Warum ein Assistent besser ist als Interpretation

Strukturierte Klassifizierung schlägt individuelles Urteil.

Konsistenz

Gleiche Fragen — für jedes System

Ohne strukturierten Prozess variiert die Klassifizierung mit der Person, die sie vornimmt. Der Assistent stellt für jedes System die exakt gleichen Fragen in der gleichen Reihenfolge — die Ergebnisse sind vergleichbar und prüfbar.

Vollständigkeit

Keine Kategorie übersehen

Anhang III hat acht Kategorien. Ohne systematische Prüfung ist es leicht, eine zu übersehen. Der Assistent führt explizit durch jede Kategorie — das Ergebnis "keine Kategorie trifft zu" ist genauso dokumentiert wie "Kategorie X trifft zu".

Verteidigbarkeit

Begründung im Record

Wenn ein Prüfer fragt, warum ein System als begrenztes Risiko und nicht als Hochrisiko klassifiziert wurde, ist die Antwort im Record: welche Kategorien geprüft wurden, welche Kriterien nicht zutrafen und wer die Klassifizierung freigegeben hat.

Klassifizierungs-Assistent

Klassifizierung, die standhält.

Strukturiert, begründet, durch Supervisor freigegeben. Das Klassifizierungsergebnis ist der Ausgangspunkt für den gesamten Pflichten-Tracking.

EU-gehostet · Verankert in CELEX 32024R1689

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